Teamentwicklung auf Distanz

Führung in Zeiten von Homeoffice

„Jeder macht Seins!“, sagen die meisten Mitarbeiter*innen, die überwiegend vom Homeoffice aus arbeiten. Was zu Beginn ein spannendes Experiment war, ist inzwischen in vielen Firmen Routine geworden. Aber die Teams haben sich verändert, das bringt für Führungskräfte neue Herausforderungen mit sich.

Die Homeoffice-Welle hat die meisten Firmen überrollt. In den Firmen mussten schnell Lösungen gefunden und vor allem technische Probleme gelöst werden:

  • Welche Voraussetzungen haben die Mitarbeiter*innen für mobiles Arbeiten?
  • Haben wir die richtige Videokonferenzplattform gewählt?
  • Welche technischen Kompetenzen sind vorhanden, welche müssen geschult werden?
  • Wie sieht es aus mit Datenschutz?
  • Wir müssen Abläufe organisiert werden, um Erreichbarkeit der Mitarbeiter*innen zu garantieren und Zeit- und Projektpläne einzuhalten

Für Zwischenmenschliches und Teambildung war da kaum Platz. Aber auch die Mitarbeiter*innen mussten sich neu organisieren und ihren Arbeitsalltag umgestalten. Privatleben und Arbeitsalltag haben sich vermischt, zeitliche Spielräume müssen gegen Ergebnisdruck abgewogen werden. Jeder hat individuell seinen Weg gefunden, aber die Wege gehen teilweise in unterschiedliche Richtungen und die Teammitglieder ziehen nicht mehr unbedingt am selben Strang. Während die einen die neuen Spielräume und den Wegfall von Reisezeiten zu schätzen gelernt haben, leiden die anderen an Überbelastung oder Isolation. Für Führungskräfte ist es noch schwieriger geworden, alle unter einen Hut zu bringen.

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Teamentwicklung auf Distanz fordert Nähe der Führungskraft

Je mehr Homeoffice durchgeführt wird und je mehr Distanz zwischen den Teammitglidern besteht, desto mehr Wissen über die Individualität der Teammitglider ist für erfolgreiche Teamentwicklung notwendig. Für Führungskräfte und Teamleiter sind Informationen über die persönliche Situation, die Arbeitsweise sowie ein Stärken-Schwächen-Profil der Teammitglieder auf Distanz noch wichtiger als beim Arbeiten in der Firma vor Ort. Wenn die Teammitglieder sich weiter voneinander entfernen, werden die Arbeitsergebnisse zunächst noch stimmen. Aber auf der einen Seite kann die Synergie des Teams nicht mehr genutzt werden, was sich besonders in kreativen und informationsintensiven Prozessen zeigt. Auf der anderen Seite wird die Identifikation mit dem Team und der Firma nachlassen. Für wen man alleine von zu Hause aus arbeitet wird beliebiger, Firmenwechsel wahrscheinlich häufiger. Um gutes Personal nicht zu verlieren, ist es Aufgabe der Führungskräfte die Teamentwicklung aktiv zu gestalten. Eine zeitintensive und wichtige Aufgabe für Teamleiter in Zeiten von Homeoffice.

Worauf Führungskräfte bei der Teamentwicklung achten müssen

  • Was für Persönlichkeiten sind im Team?

  • Welche Rahmenbedingungen haben die Teammitglieder im Homeoffice?

  • In welcher Lebensphase befinden sich die Teammitglieder?

  • Wie kann man die Teammitglieder individuell motivieren?

  • Kontrolle vs. Führung: Wer braucht wieviel Unterstützung?

  • Wie ist die individuelle Arbeitsorganisation der Teammitglieder?

  • Wieviel Präsenz ist in der Firma notwendig und sinnvoll?

  • Wie kann man das WIR neu organisieren?

Auch wenn die Verpflichtung zum Homeoffice irgendwann beendet ist, lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen und einige Mitarbeiter*innen werden auch zukünftig mehr mobiles Arbeiten anstreben. Auch müssen immer wieder einmal neue Kolleg*innen ins Team intergreiert werden. Regelmäßige Feedbackrunden der Teams in angenehmer, positiver Atmosphäre zum Austausch und für gemeinsame Erlebnisse sind eine Möglichkeit, neue Impulse für die Zusammenarbeit zu finden, Mitarbeiter*innen zu binden und der Beliebigkeit entgegen zu steuern.

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